“Beileid, ihr seid jetzt verheiratet.” Verheiratet? Ich? Am 01.04.2010? Aprilscherz? Naja, nicht ganz. Nur ein bisschen Sarkasmus eines Freundes. Raphael und ich saßen gerade bei der Volksbank und hatten ein gemeinsames Konto eröffnet: Unser Firmenkonto. Denn am 01.04.2010 wurde die ampad UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG geboren. Kein Aprilscherz. Und um es kurz zu machen: Das Kind ist jetzt 6 Jahre und 9 Monate alt. Alt genug um eingeschult zu werden und alt genug um auf eigenen Beinen zu stehen.

Ich selbst habe die letzten Jahre viele Projekte parallel gehabt. Vermutlich zu viele gleichzeitig. Für mich ist es Zeit, meine Energie konzentriert einzusetzen. Und so habe ich beschlossen diese Firma ihren eigenen Weg gehen zu lassen.

Und das wird sie auch. Sie steht gut da. An ihrer Spitze sehe ich mit Raphael Kimmig einen zuverlässigen, vertrauenswürdigen und ehrlichen Geschäftsführer und einen guten Freund. Mit ihm kann ich mir sicher sein, dass er sich gut um sie kümmern wird und sie sich weiterentwickeln kann. Und jemand, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

Ampad ist keine riesengroße Firma, trotzdem hat sie ein beachtliches Wachstum hingelegt und eine bemerkenswerte Stabilität. Alles was diese Firma hat, hat sie sich selbst erarbeiten müssen. Wir haben uns ohne Förderung gegründet, ohne Kredite, ohne Inkubator, der uns Strom, Wasser, Internet, oder auch nur ein Dach über dem Kopf finanziert hätte. Was wir hatten waren unsere Computer und meine Kamera und 100 Euro Startkapital.

Jeder Gedanke an unsere Gründungszeit hat seine eigene kleine Faszination. Der erste Gedankenaustausch im Schlossgarten Heidelberg, Sylvester 2008 und dann natürlich der Winter 2009, als ich gerade mein Diplomzeugnis hatte und es los gehen sollte.

Bewaffnet mit Stift, Papier, Notebook und E-Gitarre schlossen wir uns tagelang im Schwarzwald ein ein.

Wir wussten, dass wir gründen wollten, hatten aber keine Ahnung was. Also zogen wir uns aus der uns bekannten Zivilisation zurück. Wir kauften ein Baden-Württemberg-Ticket und fuhren in ein entlegenes, ausgekühltes, verlassenes Schwarzwaldhaus und schlossen uns ein, bis wir es wussten.

Heraus kam ein Konzept, ein Name, und kurz darauf fanden wir - im IRC auch unseren ersten Kunden. Eine kleine Erfolgsgeschichte (von der ich noch ein paar kleine Episoden in Blogposts erzählen werde) konnte beginnen.

Am 08. Dezember 2016 habe ich meinen Ausstieg im Notariat besiegeln lassen. Während ich nun ein wenig in die Vergangenheit blicke, bevor ich ich mich neuen Herausforderungen stelle, liegt es nun an Raphael ampad weiterzuführen und voranzubringen. Er hat ein tolles Team um sich herum und die Firma hat eine Ausstattung um auch Krisen zu überstehen, die er, wie ich ihn kenne, erst gar nicht aufkommen lassen wird. Dabei wünsche ich ihm alles erdenkliche Gute.

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